Der Umbau des Gesundheitswesens zur Kriegsinfrastruktur ist kein deutsches Problem — er ist eine Warnung
Die Schweiz debattiert ihre Neutralität. Befürworter der schrittweisen NATO-Annäherung versichern, es handle sich um harmlose «Kooperation» und «Partnerschaft». Ein Blick nach Deutschland zeigt, wohin diese Reise führt.
In Köln werden reguläre Krankenhäuser geschlossen, während gleichzeitig unter dem neuen Gesundheitscampus Merheim eine unterirdische Bunker-Intensivstation für 600 Betten entsteht — ausgelegt für Kriegs- und Katastrophenszenarien, am israelischen Militärmodell orientiert.
Auf Bundesebene folgt das geplante «Gesundheitssicherstellungsgesetz»: Krankenhäuser sollen künftig zivile Versorgung mit der Aufnahme von Bundeswehr- und NATO-Verletzten kombinieren. Verantwortlichkeiten wandern vom Sozial- in den Sicherheitsbereich.
Das ist die Logik der NATO-Resilienz-Ziele, die — wie Wirtschaftsjournalist Norbert Häring belegt — geheim in nationale Politik übersetzt werden und demokratische Entscheidungsprozesse militärischer Planung unterordnen.
Genau diese Logik droht auch der Schweiz, sobald die Einbindung in westliche Militärstrukturen irreversibel wird. Wer Neutralität aufgibt, gibt nicht eine abstrakte Haltung auf — er gibt die Hoheit über seine eigene Gesellschaft ab.
Das Gesundheitswesen ist dabei nur der sichtbarste Gradmesser: Wo Fürsorge der Kriegstüchtigkeit weicht, ist der Paradigmenwechsel bereits vollzogen.
Quelle:
Die Basis: Kein Umbau des Gesundheitswesens in ein Kriegswesen! (pdf)