Vor einer Woche haben wir den Organisatoren des diesjährigen Ostermarsches in Bern einen Offenen Brief geschrieben. Bis heute haben wir keine Reaktion auf unseren Brief erhalten.
Was hält die etablierten Organisatoren, von den beiden grossen Konfessionen angefangen bis zu diversen Menschenrechtsorganisationen, davon ab uns auf unsere Fragen zu antworten?
Was ist an folgenden Aussagen anstössig?
Frieden und Gewaltverzicht dürften nicht durch interne Spaltungen geschwächt werden
Die Bewegung für Neutralität kritisiert die GSoA wegen des Ausschlusses der Friedensbewegung vom Ostermarsch
Der diesjährige Ostermarsch 2026 stand im Zeichen interner Konflikte. Die Bewegung für Neutralität kritisiert in einem offenen Brief an die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) den Ausschluss der Schweizerischen Friedensbewegung (SFB) von der Trägerschaft des Ostermarsches.
Damit unterminiert die GSoA den eigenen Anspruch auf breite Mobilisierung. Unter dem Motto «Wir sind viele» erscheint es unverständlich, eine der grössten Friedensorganisationen auszuschliessen – allein aufgrund unterschiedlicher Positionen zum Ukraine-Krieg und zur Neutralitätsinitiative.
Der Ton der von der GSoA geführten Debatte widerspricht den gewaltfreier Kommunikation. Schlagworte wie «Pausenhof-Neutralität» dienen nicht einer seriösen Debatte, sondern lediglich der Delegitimierung der Befürworter der Neutralität, die immerhin die Voraussetzung für Frieden ist.
Die Bewegung betont, die Neutralitätsinitiative orientiere sich am Völkerrecht und schliesse Waffenlieferungen aus. Sie sei kein parteipolitisches Projekt, sondern gehe auf zivilgesellschaftliche Impulse zurück.
Wir rufen zur Einheit auf: Gemeinsame Ziele wie Frieden und Gewaltverzicht dürften nicht durch interne Spaltungen geschwächt werden.
One Response
Danke Istvan,
stehe voll hinter dem von Dir beschriebenen Inhalt. Ganz besonders wertvoll ist die Aussage, dass interne Meinungsverschiedenheiten die nicht debattiert sondern zementiert werden, zu Spaltungen führen und unser aller Ziele schwächen.
Kleiner Spiegel zu “Ton” dieses Schreibens: die Bewegung für Neutralität kritisiert …. und kritisiert … die GSoA unterminiert … die Bewegung betont …
Dieser Ton ist auch nicht unbedingt einladend und stösst oft auf Ablehnung, auch wenn der Inhalt passen würde.