«Neutralität verlangt Rückgrat»

In  einem Interview in Zeitgeschehen im Fokus äussert sich Hans Rickenbacher, Präsident der «Gruppe Giardino für eine starke Milizarmee», ehemaliger Berufsoffizier und Unternehmer zur Frage der Neutralität.

Die Neutralität sei mehr als ein Wort in der Bundesverfassung und mehr als ein historisches Selbstbild, so Hans Rickenbacher. Sie verlange die Bereitschaft, sich nicht vereinnahmen zu lassen – auch dann nicht, wenn der Druck von vermeintlichen Freunden komme.

Die Schweiz habe sich scheibchenweise von ihrer strategischen Souveränität entfernt und sich gleichzeitig immer enger an EU und NATO angedient. Eine Zusammenarbeit mit anderen Staaten wäre nicht problematisch. Das Problem beginnt erst da, wo aus Zusammenarbeit Abhängigkeit und aus Partnerschaft politische Gefolgschaft werde.
Eine neutrale Schweiz müsse ihre Neutralität im Notfall selber schützen können. Wer seine Armee schwäche und darauf vertraue, dass andere im Ernstfall für die eigene Sicherheit einstünden, gebe einen Teil seiner Souveränität aus der Hand. Neutralität bedeute, mit allen reden zu können, ohne sich einem Lager anzudienen. 

Heute stehe die Schweiz vor einer grundsätzlichen Entscheidung: Will sie ihre Neutralität als eigenständige Strategie bewahren – oder sie zu einer wohlklingenden Floskel verkommen lassen?
Das gesamte Interview zu lesen, lohnt sich. https://zgif.ch/2026/09/09/neutralitaet-verlangt-rueckgrat/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Teilen:

Weitere Artikel

Kontaktiere uns