Botschafter für den Frieden

Ein Ehepaar aus New York entdeckt unsere Neutralitätsbanner – und erzählt die bewegende Geschichte eines Friedensaktivisten, der mit einer Friedenstaube als Symbol für Dialog und Diplomatie eintrat. Von Ursula Cross

Vor kurzem hatten wir Besuch von einem Ehepaar aus New York. Sie waren gerade in der Schweiz, um die Familie der Schweizer Ehefrau zu besuchen. Unsere Gäste wurden auf die Banner für Neutralität aufmerksam, die auf einer Seite des Hauses befestigt sind und ich erzählte ihnen, dass wir uns für die Bewegung für Neutralität engagieren, bei der diverse Projekte angepackt werden.

Und schon waren wir mitten in einer Diskussion über die Schweizer Neutralität und die kommende Abstimmung zur 10 Millionen Schweiz. Sie waren ebenfalls sehr gespannt, wie die Bevölkerung entscheiden würde. Ein kontroverses Thema auch in den USA, aber ohne Abstimmungen.

Eine Anstecknadel mit einer Friedenstaube zierte das Shirt unseres Besuchers. Auf meine Nachfrage eröffnete sich eine sehr interessante Geschichte. Unser Gast war vor seiner Pensionierung in leitender Funktion in einem weltweit tätigen Netzwerk in der Werbung tätig, bevor er seine eigene Agentur gründete.

Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, nutzten er und ein Partner ihre Verbindungen, ihren Einfluss und ihre lebenslange Erfahrung, um zu einer friedlichen Lösung des Konflikts beizutragen. Sie versuchten es innerhalb eines von der UNO begleiteten Projekts für einen gerechten und nachhaltigen Frieden. Die blaue Friedenstaube mit dem grünen Olivenzweig war ihr Symbol.

Woher kam sein Interesse? Wir erfuhren, dass unser Besucher vor 2022 mehrmals in die Ukraine gereist war und dass seine Grossmutter in Odessa geboren war. Zwei Jahre lang engagierte er sich für diesen Friedensprozess, bis ihm klar wurde, dass da ganz andere Kräfte im Spiel waren. Bestens bekannt war ihm das üble Spiel der US-Staatssekretärin ukrainischer Abstammung für Aussenpolitik Victoria Nuland, die den Konflikt mindestens seit 2014 geschürt hat.

Er war überzeugt: dieser Krieg wäre nicht nötig gewesen. Die blaue Friedenstaube ist immer noch präsent an seinem Shirt, als Zeichen gegen den Krieg und als Botschafter für den Frieden.

Angesichts der Schweizer Neutralität wünschte man sich, dass unsere Regierung sich mehr für Dialog, Diplomatie und friedensfördernde Massnahmen einsetzen würden, anstelle ihrer Beteiligung am Wirtschaftskrieg, mit einseitigen Sanktionen.

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