„Dienstplicht? Nee, dankje!“ 

Im holländischen Utrecht gab es am Montag, 25. Mai 2026, eine Kundgebung an der vor allem junge Leute dagegen protestiert haben, dass die Regierung die Wehrpflicht wieder einführen will. 

Aufgerufen zu dieser Kundgebung hat die Friedensbewegung. Ausser in einer holländischen Zeitung https://www.watkanikdoen.nl/actie/dienstplicht-nee-dankje?utm_source=chatgpt.com sowie in einer Nachricht auf RT https://de-rtnews.com/kurzclips/video/281336-nato-ist-kein-verteidigungspakt-proteste mit einem kurzen Videoausschnitt aus der Kundgebung sind zu diesem Protest weder in Deutsch noch in Englisch Zeitungsnachrichten zu finden. 

Ein junger Mann äusserte sich im kurzen Video wie folgt: „Trump hat gesagt, wir sollten fünf Prozent unseres Bruttoinlandproduktes für das Militär ausgeben. Nun, wem nützt das? Natürlich kommt das dem militärisch-industriellen Komplex zugute, also den in den USA ansässigen Unternehmen und Waffenherstellern. Zumindest stammen die Waffen, die wir in den Niederlanden kaufen, grösstenteils aus den USA und Israel. All diese Waffen wurden auch an den Palästinensern getestet. Die Idee der Wehrpflicht und Militarisierung führt also zu Völkermord und verursacht wirtschaftliche Probleme, weil dem sozialen Sektor Geld entzogen wird, das stattdessen in das Militär fliesst. Das Geld, das nicht in Wohnraum, Bildung, Gesundheitsversorgung und dergleichen investiert werden kann, fliesst nun ins Militär und wird dafür verwendet, sicherzustellen, dass wir mehr Menschen töten können. Die Wehrpflicht ist doch ein direkter Eskalationsschritt, oder? Damit sagen wir allen anderen Ländern der Welt: ‚Wir militarisieren unser Land‘, und das ist eigentlich ein sehr agressiver Schritt gegenüber allen anderen Ländern (…) Geopolitisch halte ich das für einen sehr aggressiven und dummen Schritt, und ich würde mir wünschen, dass meine Regierung das nicht tun würde.“ “

Ein anderer Teilnehmer an der Kundgebung äusserte: „“Wenn mir die Regierung eine Waffe in die Hand drücken würde, wüsste ich genau, auf wen ich sie richten würde – und das wäre kein anderer Arbeiter aus einem anderen Land, der mit mir mehr gemeinsam hat als die Kapitalistenklasse, die uns beide auf das Schlachtfeld schickt. Ich werde keinen anderen Menschen erschießen, nur um imperialistischen Machenschaften zu dienen.“

Eine junge Frau sagte: „Wir sind der Meinung, dass wir aus der Nato austreten sollten, da diese uns zu Komplizen von Imperialismus und Völkermord macht, zu all den grausamen Taten, die gegen die Menschlichkeit gerichtet sind. Wenn man sich als Land verteidigen will, sollte man das tun, aber die Nato ist kein Verteidigungspakt. Deshalb sollten wir aus der Nato austreten.“

Auf einem Plakat ist zu lesen: „Wy willer niet sterven vor de winst von het grootkapitaal“ – soviel holländisch verstehen auch wir als Deutschsprachige. 

Eine weitere Teilnehmerin sagt: „Die Kriege, die wir geführt haben, dienen nicht dazu, das Leben der arbeitenden Menschen in unserem Land und auf der ganzen Welt zu verbessern. Vielmehr dienen sie imperialistischen Zielen, die wir nicht unterstützen.“

In Holland kann es der Jugend blühen, dass sie im Rahmen eines Natobündnisfalles marschieren muss. Was das faktisch bedeuten kann, wissen wir. Erinnert sei an die Zeit als Deutschland seine Freiheit am Hindukusch verteidigen „musste“ . . .

Das ist nicht im Sinne der schweizerischen immerwährenden bewaffneten Neutralität. Deshalb muss dem Liebäugeln des VBS und der Militarisierungslinken mit Nato und EU – unter dem Vorwand, uns zu beschützen – endlich ein Riegel geschoben werden. Die Neutralitätsinitiative ist ein erster Schritt auf diesem Weg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Teilen:

Weitere Artikel

Kontaktiere uns