Venezuela – Es riecht nach Öl, Gold und weiteren Ressourcen 

In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 26 hat US-Präsident Donald Trump völkerrechtswidrig den venezolanischen Staatspräsidenten Nicolas Maduro gekidnappt und in die USA entführt. . Die Aktion sorgt in der Schweiz für breite Kritik, der Bundesrat rief allerdings nur zur Mässigung auf und zur Einhaltung des internationalen Rechts. Als neutrales Land hätte die Schweiz die Aufgabe, die USA aktiv aufzufordern, sich an das Gewaltverbot der Uno-Charta[1] zu halten  und Maduro freizulassen. Stattdessen unterstützt die Schweiz seit 2018 die völkerrechtswidrigen Sanktionen der EU gegen Venezuela. Dem muss mit der Neutralitätsinitiative, die nur Sanktionen der Uno erlaubt, ein Ende gesetzt werden.

In Venezuela, das von den USA seit der Monroe-Doktrin als Bestandteil ihres „Hinterhofes“ betrachtet wird, liegen die weltweit grössten Erdölvorkommen. Mit der Regierung unter dem damaligen Staatspräsidenten Hugo Chávez und später unter Nicolas Maduro, bestand Venezuela darauf,  sich nicht mehr von den USA ausplündern zu lassen. Diese  Weigerung hatte schlimme Folgen. Sanktionen, versuchte Staatsstreiche gegen Hugo Chávez und Nicolas Maduro sowie ein amerikanisches Kopfgeld von USD 50 Millionen auf Maduro gekoppelt mit Vorwürfen, er sei Boss eines Drogenkartells. Bereits seit September 2025 liess Trump  venezolanische Fischerboote angreifen und nun ein Angriffskrieg mit einem Putsch.

Das ist nicht neu. Seit ihrer Unabhängigkeit haben die USA weltweit unzählige Kriege angezettelt. Stets wird die Regierung des Landes, das die USA ins Fadenkreuz nimmt, gezielt diffamiert und entmenschlicht. Dabei schreckt man auch vor schmutzigen Lügen nicht zurück. Westliche Medien greifen die Lügen der US  in der Regel auf und lassen diese – gebetsmühlenartig wiederholt – als Wahrheiten erscheinen. Wenn dann allgemein anerkannt ist, dass es sich um Lügen handelt, wie bei der Frage, ob Saddam Hussein über Massenvernichtungswaffen verfüge oder die als Brutkastenlüge in die Geschichte eingegangene Inszenierung, ist es zu spät und der Schaden ist angerichtet.

In der Ersten und Zweiten Welt gelingt es zur Zeit noch, die Leute damit an der Nase herumzuführen. In der ehemaligen Dritten Welt zieht das nicht. In Medien wie TeleSur werden diese US-Lügen scharf und kristallklar analysiert. Maduro wird vorgeworfen, er sei Chef der venezolanischen Drogengang „Cártel de los Soles”. Das  wird von Pino Arlacchi[1], von 1997 bis 2002 Untergeneralsekretär und leitender Direktor des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, deutlich widerlegt.

Der Zweck dieser Vorwürfe dürfte der erneute Zugriff der USA auf die venezolanischen Bodenschätze sein. Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (fdcl). schreibt, Venezuela verfüge «über die grössten derzeit bekannten Erdölvorkommen weltweit. [ … ] Venezuela verfügt über bedeutende Vorkommen an Gold, Kupfer, Diamanten, Eisen, Bauxit und Coltan.» Es könnten aber auch noch andere Gründe dahinterstecken.

Es ist an der Zeit, mit der Neutralitätsinitiative in unserer Verfassung die Schweiz wieder als Verfechterin der Uno-Charta und des Völkerrechtes weltweit sichtbar zu machen und den Ruf als eine Schweiz der Guten Dienste wieder herzustellen.


[1] https://www.youtube.com/watch?v=bbP3xuKZ1Jc


[1] https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2003/160/de

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